Die Aktivitäten
der Gemeinschaft
Die
Bestimmung von Dhagpo
Kündröl Ling, den Dharma zu erhalten und
weiterzugeben, stellt Lamas und Drublas vor verschiedene
Aufgaben. Was die Betreuung der in Kündröl
Ling lebenden und arbeitenden Praktikanten und Anwärter
für das Dreijahresretreat angeht, überträgt
sich der Dharma
einerseits innerhalb der Gemeinschaft spontan im täglichen
Zusammenleben, aber es findet auch persönliche
Begleitung durch Einzelgespräche statt.
Für
die Praktikanten, Retreatgäste und alle Interessierten
werden in der Regel einmal wöchentlich, am Sonntag
Nachmittag, öffentliche Unterweisungen gegeben
und mehrmals jährlich finden längere Kurse
statt, sei es im Kloster oder in dem kleinen Laienzentrum
in Croizet.
Jeder und jede ist eingeladen, an den täglichen,
wöchentlichen und monatlichen Pudjas
und Meditationen (wie Tschenresi,
Tara,
Milarepa
usw.) in Laussedat und in Le Bost teilzunehmen. All
diese Zeremonien sind öffentlich, mit Ausnahme
der Dordje
Sempa Praxis für Verstorbene am 10. Tag des
tibetischen Mondkalenders, die nur von Lamas und Drublas
ausgeführt wird. Alle Praktiken sind vollständig
dem Nutzen aller Lebewesen gewidmet, sowie Personen
in Schwierigkeiten, Kranken und Verstorbenen.
Außerdem
stellt die Gemeinschaft Möglichkeiten zur Verfügung,
Kurzeit-Retreats
durchzuführen.
Praktizierende, die in ihren Ferien intensiver meditieren
möchten, können hier Zurückziehungen
von einer oder mehreren Wochen unter Anleitung von Dharmalehrern
machen. Das Kurzzeit-Retreatzentrum neben dem großen
Tempel in Le Bost sowie die Retreatzimmer in Laussedat
bieten etwa 30 Gästen die nötigen Bedingungen
für ein individuelles Retreat.
Die im Retreatkloster lebenden Dharmalehrer und -lehrerinnen
verbringen einen Teil ihrer Zeit mit Reisen.
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Sie unterrichten in verschiedenen Städten Europas,
aber auch in anderen Kontinenten, und betreuen Dharmagruppen,
die sich Kündröl Ling verbunden fühlen.
Außerdem nehmen sie an öffentlichen Konferenzen
und interreligiösen Begegnungen teil. |
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wichtige Aktivitäten der Gemeinschaft sind
das Übersetzen der tibetischen Kommentare zur Praxis,
das Veröffentlichen von Praxistexten, sowie
die Erhaltung der tibetischen Originaltexte und
ihre digitale Speicherung. |
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Die
Kunstschule
ist der Bewahrung und Überlieferung der tibetischen
spirituellen Malerei gewidmet, speziell der Karma
Gadri Linie, die vom 8. Karmapa ins Leben gerufen
wurde und das Herz der traditionellen Kunst der
Karma Kagyü Linie ist. |
Die
Bestattungs-Stupas
im Gedenkgarten bieten die Möglichkeit, die Asche
Verstorbener der buddhistischen Tradition gemäß
aufzubewahren. Dies unterstützt den weiteren spirituellen
Weg der Verstorbenen und stellt zugleich eine Hilfe
für die Hinterbliebenen dar.
Im
deutschen Sprachraum engagieren sich die in Dhagpo Kündröl
Ling ausgebildeten Dharmalehrer und -lehrerinnen im
Zentrum Kündröl
Püntsok Ling in Jägerndorf, Niederbayern.
Es dient als Anlaufstelle des Dhagpo Kagyü Mandalas
für Interessierte im deutschsprachigen Raum, und
es werden ständig Kurse und Retreats dort angeboten.
Die
hauptsächliche Bestimmung von Dhagpo Kündröl
Ling bleibt jedoch, wie uns Gendün Rinpotsche immer
wieder ans Herz legte, trotz aller Aktivität ein
Ort der Meditation zu sein. Denn regelmäßige
Meditationspraxis ist nötig, um in uns tiefe Weisheit,
wahre Offenheit des Geistes und bedingungsloses Mitgefühl
entstehen zu lassen. Aus diesen Qualitäten entsteht
spontan die Fähigkeit, tatsächlich zum Nutzen
aller Lebewesen zu wirken.
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