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Seine Heiligkeit der 16. Gyalwa Karmapa äußerte fünf Wünsche für die Übertragung des Dharma nach Europa:
• ein großes Dharmazentrum aufzubauen
• Retreatzentren einzurichten
• ein Kloster aufzubauen
• einen großen Tempel zu errichten
ein Studieninstitut mit Bibliothek zu gründen

Die Geschichte von Dhagpo Kündröl Ling


  Die Geschichte unserer Gemeinschaft beginnt mit der Schenkung eines großen Grundstücks in der Dordogne in Frankreich. Dort gründete der 16. Gyalwa Karmapa Rangdjung Rigpe Dordje (1924-1981), damaliges Oberhaupt der Karma Kagyü Schule, einer der vier großen Schulen des tibetischen Buddhismus, seinen europäischen Hauptsitz Dhagpo Kagyü Ling. Dabei äußerte Seine Heiligkeit Gyalwa Karmapa fünf Wünsche für die Übertragung des Dharma in Europa:

ein großes Dharmazentrum aufzubauen, das der Verbreitung der Lehre Buddhas dient, so dass sie allen Interessierten zugänglich ist
Retreatzentren einzurichten, die der Anwendung, Überlieferung und Bewahrung der tiefgründigen Unterweisungen der Karma Kagyü Linie dienen und in denen Praktizierende ausgebildet werden, die fähig sind, die Lehre unverfälscht weiterzugeben
eine Klostergemeinschaft aufzubauen, die den Dharma rein erhält und seine Verbreitung gewährleistet
einen großen Tempel zu errichten, der die Gegenwart der Drei Juwelen in unserer Welt bekundet und ein Ort der Inspiration, Hingabe und gemeinsamen Praxis ist
ein Studieninstitut mit einer großen Bibliothek zu gründen, das dem Studium, dem Erhalt und der Übersetzung buddhistischer Texte dient

Gyalwa Karmapa beauftragte Lama Gendün Rinpotsche und Lama Jigme Rinpotsche mit der Verwirklichung dieser Wünsche und vertraute ihnen die spirituelle Leitung seines europäischen Hauptsitzes an. Zwei seiner Wünsche, das große Dharmazentrum und das Institut, wurden in Dhagpo Kagyü Ling in der Dordogne verwirklicht und die anderen drei in Dhagpo Kündröl Ling in der Auvergne.

Die Suche nach einem geeigneten Ort für intensive Meditation begann 1980, als eine Gruppe von Schülern Gendün Rinpotsche gegenüber den Wunsch ausdrückte, unter seiner Leitung ein traditionelles Dreijahresretreat durchzuführen.
 

 

1983 kam es zum Kauf des Grundstückes von Arnaud Desjardin, einem bekannten französischen Schriftsteller, der viel über die östlichen Religionen geschrieben hat. Karmapa hatte ihn 1977 besucht und in seinem Haus in Le Bost zweimal die Zeremonie der Schwarzen Krone, ein besonderes Ritual der Karmapas, ausgeführt.


So entstand ein spirituelles Band, das den Kauf des Hauses ermöglichte.
Anfang 1984 begann die erste Gruppe von dreizehn Männern und fünf Frauen ihre dreijährige Zurückziehung in dem schon bestehenden Haus.

 

Während dieser ersten Retreatperiode wurde die Stupa in Le Bost errichtet, Symbol für den erleuchteten Geist und eine Quelle der Inspiration für Meditation und Gebet. Im Lauf der Zeit interessierten sich mehr und mehr Praktizierende für die Durchführung eines Dreijahresretreats, was den Bau weiterer Räumlichkeiten erforderte.

 



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