Der
Gedenkgarten
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Im
Laufe unseres Daseins werden wir alle irgendwann
mit der schmerzhaften Wirklichkeit des Todes konfrontiert,
sei es mit dem eines Familienmitgliedes, eines Freundes
oder schließlich mit unserem eigenen - wir
können ihm nicht entfliehen. |
In
Dhagpo
Kündröl Ling besteht die Möglichkeit,
die Asche Verstorbener gemäß der buddhistischen
Tradition aufzubewahren. Was die Bestattung Verstorbener
angeht, so gibt es auch in der buddhistischen Tradition
verschiedene Möglichkeiten. Jeder hat die Wahl
zwischen der Beerdigung und Verbrennung seines Körpers.
In jedem der Fälle gibt es Zeremonien, die einerseits
eine Begleitung des Bewusstseins des Verstorbenen und
andererseits eine Unterstützung der Hinterbliebenen
darstellen. Im Buddhismus wird es als moralische und
spirituelle Selbstverständlichkeit angesehen, den
Willen des Verstorbenen zu respektieren.
Was
die Einäscherung angeht, so verlangt die französische
Rechtsprechung, dass sie in einem öffentlichen
Krematorium stattfindet. Danach kann die Asche - nach
französischem Recht - an einem beliebigen Ort der
Wahl des Verstorbenen aufbewahrt werden, mit Ausnahme
einiger öffentlicher Plätze. Nach der deutschen
Rechtsprechung muss Totenasche auf einem kirchlichen
oder staatlichen Friedhof bestattet werden.
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Die Kongregation Karma
Tarchine Lundroup, die rechtliche Grundlage
des Klosters, ist als staatlich anerkannte Klostergemeinschaft
dazu berechtigt, Urnen entgegenzunehmen. |
Somit
steht auf dem Gelände von Kündröl Ling
mit dem Gedenkgarten ein buddhistischer Bestattungsplatz
zur Verfügung.
| Der
Gedenkgarten ist ein Ort der Sammlung und des Gebetes,
der aus mehreren Bauten in stupaähnlicher Form,
den Tsakangs besteht, in denen die Asche
Verstorbener gemäß den traditionellen
Gebräuchen der buddhistischen Kultur aufbewahrt
wird. Diese geweihten Bestattungs-Stupas
stellen gleichzeitig eine spirituelle Hilfe für
den Geist der Verstorbenen wie auch Unterstützung
und Trost für die Trauernden dar. |
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Welche
begleitenden Zeremonien werden durchgeführt?
Wenn
ein Angehöriger, Freund oder Bekannter stirbt,
können Sie dem Sekretariat in Le Bost oder
Laussedat seinen oder ihren Namen mitteilen und
eventuell auch ein Foto schicken. Diese werden dann
an die Retreatzentren und die Tempel der beiden
Klöster weitergegeben, wo täglich Gebete
und Wünsche für Personen in Schwierigkeiten,
für Kranke und Verstorbene gemacht werden.
Am
10. Tag des tibetischen Mondkalenders wird in den Retreatzentren
und im Kloster die Dordje
Sempa Praxis durchgeführt mit dem sogenannten
Nelung, einer Praxis, die der Befreiung des Bewusstseins
des Verstorbenen von seinen karmischen Verstrickungen
dient.
Die
Teilnahme eines oder mehrerer Lamas an einer Einäscherung
oder Beerdigung ist im Rahmen der zeitlichen Verfügbarkeit
der Lamas möglich, wenn der Verstorbene es gewünscht
hat.
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Wenn
das Kloster eine Urne erhält, wird die Asche
des Verstorbenen, in der Regel am zehnten Tag
des tibetischen Mondkalenders, anlässlich
der Dordje Sempa Praxis, in Le Bost in den Bestattungs-Stupas
eingeschlossen. Die
Angehörigen können den Gedenkgarten
jederzeit besuchen und, wenn sie es wünschen,
im Tempel Opferungen im Namen des Toten machen.
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Wer kann seine Asche hier beisetzen
lassen?
Es
steht jedem offen, seine Asche im Gedenkgarten von Dhagpo
Kündröl Ling bestatten zu lassen, auch Nicht-Buddhisten.
Es reicht, entsprechende Anweisungen zu hinterlegen,
am besten schriftlich. Man sollte versuchen, seinen
Angehörigen die Beweggründe für diesen
Wunsch verständlich zu machen, um ihnen zu erleichtern,
den Wunsch zu akzeptieren und ihm nachzukommen. Es ist
nicht nötig, im voraus einen Platz im Tsakang zu
reservieren, denn es wird dafür gesorgt, dass immer
genug Platz zur Verfügung steht.
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Comment
procéder pour la remise des cendres ?
Lorsque
les héritiers directs du défunt
ont fait incinérer le corps, un rendez-vous
est nécessaire avec l'un des responsables
du Jardin du Souvenir afin de remettre l'urne
funéraire, de s'assurer que tels étaient
biens les souhaits de la personne décédée,
puis de régler l'aspect administratif
du dépôt.
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Formalitäten
und Kosten
Nach
der Einäscherung nehmen die Angehörigen des
Verstorbenen mit einem der Verantwortlichen für
die Tsakangs Kontakt auf. Die Urne kann nur angenommen
werden, wenn alle nahen Angehörigen mit ihrer Übergabe
an das Kloster einverstanden sind oder wenn es der ausdrückliche,
schriftlich festgelegte Wille des Verstorbenen war.
Der Gedenkgarten, wie alle anderen Projekte der Gemeinschaft,
kann nur existieren, wenn Betroffene und Interessierte
finanziell dazu beitragen. Spenden ermöglichen
den Bau und Unterhalt der Gebäude, sowie die Pflege
des Geländes und decken die für die Zeremonien
anfallenden Kosten.
Für
nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an
D.
Sherab Künsang
Laussedat, 63640 St. Priest des Champs
Tel: (+33) 04.73.52.20.92 - Fax: (+33) o4.73.52.21.93
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