Das Gemeinschaftsleben
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Die
Gemeinschaft von Dhagpo
Kündröl Ling ist aus einem gemeinsamen
Anliegen entstanden und dient der Verwirklichung
der von allen gemeinsam getragenen Aufgaben im Dharma.
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Beziehungen zwischen Dharmapraktizierenden sind nicht
in erster Linie persönliche Freundschaften, sondern
Verbindungen, die sich aus dem Streben nach demselben
Ziel ergeben. Das
schließt natürlich die Entwicklung herzlicher,
tiefer Verbindungen in keiner Weise aus und so herrscht
in der Gemeinschaft aufgrund des gemeinsamen Engagements,
für die Befreiung aller Lebewesen zu wirken, eine
Atmosphäre großer Offenheit.
Diese
geistige Offenheit drückt sich unter anderem durch
das Engagement in der Weiterführung der eigenen
Meditationspraxis aus. Um dies zu ermöglichen,
haben alle Klosterbewohner ein eigenes Zimmer.
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Das
erlaubt ihnen nicht nur, sich in der täglichen
Aktivität für Meditation, Studium und
Erholung zurückzuziehen, sondern auch problemlos
Retreatphasen zwischen den Perioden größerer
Aktivität einzuschieben. |
Die
selbstlose Haltung, die in der Meditation geübt
wird, drückt sich nach außen hin in der Arbeit
zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Zentrums sowie
in der Weitergabe des Dharma an andere aus.
Die
Drublas und Lamas im Kloster strukturieren ihren Tagesablauf
weitgehend individuell und unabhängig. Jeder teilt
sich den Tag entsprechend der Notwendigkeiten der Arbeit,
der Erfordernisse seiner Meditationspraxis und seinem
persönlichem Tagesrhythmus ein. Es gibt, anders
als im Retreat, keine Gruppenmeditationen mit Teilnahmepflicht.
Jeder Klosterbewohner braucht folglich eine starke Disziplin
und Selbständigkeit in bezug auf seine persönliche
Praxis und seine Lebensgestaltung.
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Es
war Gendün Rinpotsches Idealvorstellung, dass
jedes Mitglied der Gemeinschaft 1/3 seiner Zeit
für Meditation, 1/3 für Arbeit für
die Gemeinschaft und 1/3 für Lehrtätigkeit
oder andere Aktivitäten zum Nutzen der Dharmaübertragung
aufwenden sollte. |
Die
Arbeitsbereiche der Gemeinschaft sind in ständiger
Entwicklung begriffen. Jeder Lama und Drubla ist für
bestimmte Bereiche zuständig. Im allgemeinen werden
Verantwortlichkeiten unter mehreren Personen aufgeteilt.
Da
sind die Leitung der Dreijahresretreats, die spirituelle
Betreuung der Praktikanten und Kurzzeit-Retreatgäste,
das Übersetzen und Bearbeiten von Dharmatexten, das
Durchführen der Gruppenmeditationen im Tempel,
die Betreuung der verschiedenen Projekte wie Dharma-Kunstschule,
Bestattungs-Stupas, Bauarbeiten, Werkstätten usw.,
sowie die ganz praktischen Arbeiten, die nötig
sind, damit das Kloster "läuft": Hauswirtschaft
und Küche, Geschäfts- und Buchführung,
Verwaltung, Sekretariat, Instandhaltung der Gebäude,
Pflege des Geländes usw.
Täglicher
Treffpunkt und Gelegenheit zum Austausch von Neuigkeiten
sind die gemeinsamen Mahlzeiten, die in der Gemeinschaftsküche
zubereitet werden. Wer es vorzieht, kann sich aber auch
selbst verpflegen.
Die Gemeinschaft endet jedoch nicht an den Klostertoren.
Die Gemeinschaft der Praktizierenden bezieht jeden ein,
der sich dem Dharma
verpflichtet fühlt. So gehören zu Dhagpo Kündröl
Ling im weiteren Sinne auch die Personen, die sich in
der Nähe ansiedeln, um an den Aktivitäten
des Zentrums teilzunehmen und den Dharma zu praktizieren.
Darüber hinaus fühlt sich die Gemeinschaft
all den Praktizierenden in den verschiedensten Teilen
der Welt eng verbunden, die Unterstützung auf ihrem
spirituellen Weg suchen.
Jeder
Mensch, der aufrichtig mit Mitgefühl und Weisheit
praktiziert, kann das Geschenk des Dharma in sich selbst
freisetzen und so zugleich zum Erhalt des Dharma für
andere beitragen!
Wir
geben die Lehre aus tiefer Dankbarkeit für den
spirituellen Reichtum weiter, den unsere Lehrer uns
geschenkt haben, mit dem Wunsch, unsere Freude darüber
mit allen Lebewesen zu teilen. Daher werden Dharmabelehrungen
in Dhagpo Kündröl Ling, wie es der traditionellen
altruistischen Geisteshaltung des Buddhismus entspricht,
kostenlos gegeben.
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